"Der Beitrag analysiert am Beispiel junger Fachkräfte, die nach Abschluß ihrer betrieblichen Ausbildung adäquat beschäftigt sind, den qualifikatorischen Stellenwert, den die Einarbeitung in den ersten Berufsjahren im Kontext von Ausbildung und institutionalisierter Weiterbildung hat. Im einzelnen wird folgenden Fragen nachgegangen: - Welches Gewicht, welchen Anteil hat die Einarbeitungsphase bei der Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz? - Welche Qualifikationen werden durch Einarbeitung ausgeprägt? Was wird durch Einarbeitung gelernt? Wie, in welchen Lernformen vollzieht sich die Qualifizierung in der beruflichen Einstiegsphase? - Welche Bedingungen fördern (oder hemmen) das Lernen im Arbeitsprozeß? - Welche Bedeutung wird einer Gestaltung der Einarbeitungsphase nach Lerngesichtspunkten seitens der Betriebe zugemessen? Plädiert für wird eine bewußte Gestaltung der Einarbeitungsphase nach lernfördernden Kriterien! Einarbeitung ersetzt dabei keinen formalen Ausbildungsabschluß. Zu überlegen ist allerdings, ob das Lernfeld 'Arbeitsplatz' unter Lerngesichtspunkten nicht auch so gestaltet werden kann, daß 'lernungewohnte' Personengruppen, die mit schulischen Lernformen Schwierigkeiten haben, zu einem formalen Abschluß geführt werden können. Grundlage des Beitrags sind Ergebnisse des Forschungsprojekts 'Qualifizierung in den ersten Berufsjahren' des Bundesinstituts für Berufsbildung. Die empirische Basis bilden Erhebungen bei Berufsanfängern (repräsentative Stichproben unter Erwerbstätigen mit Abschluß einer betrieblichen Ausbildung), vertiefende Fallstudien/leitfadenstrukturierte Interviews mit Berufsanfängern und betrieblichen Umfeldpersonen, eine Analyse von Stellenanzeigen sowie eine Untersuchung von betrieblichen Modellen zur Weiterqualifizierung junger Fachkräfte." (Autorenreferat)
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