In Deutschland leben etwa sieben Millionen Ausländerinnen und Ausländer. Weitere hier lebende Personen, die bei Geburt eine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit besessen haben, sind Eingebürgerte und (Spät-)Aussiedler. Auf der Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) untersucht die vorliegende Studie die Beweggründe dieser Personengruppen, Überweisungen ins Heimatland zu tätigen. Es zeigt sich: Die in Deutschland lebenden Ausländer sowie die Gruppe der Eingebürgerten und (Spät-) Aussiedler sind in Bezug auf ihr Transferverhalten keine homogene Einheit. Während beispielsweise bei Ausländern die Sorge über Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass die Wahrscheinlichkeit Überweisungen in Heimatland zu tätigen und auch die Höhe dieser Zahlungen steigen lässt, ist ein solcher Effekt bei der Gruppe der Eingebürgerten und (Spät-)Aussiedler nicht festzustellen. Auch spielen Erwerbs- und Haushaltseinkommen für die Höhe der Zahlungen nur bei Ausländern eine Rolle. Zudem unterscheidet sich das Überweisungsverhalten dieser Gruppe in Abhängigkeit vom Heimatland.
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Article provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its journal Wochenbericht.
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