Der Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist die Darstellung der wichtigsten Anlegermotive bei Marktübertreibungen. Es wird dabei auf Konzepte der verhaltensorientierten Kapitalmarktforschung zurückgegriffen. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden Lösungsansätze zur Vermeidung von Marktübertreibungen abgeleitet. Untersuchungen, beispielsweise durch Bikhchandani und Sharma (2000), haben gezeigt, dass Herdenverhalten eine wichtige Rolle bei der Erklärung von Preisübertreibungen spielt. Dabei kann es rational sein, sich konform zur Masse der Marktteilnehmer zu verhalten. Neben dem Konzept des Herdenverhaltens kann Konservatismus unter Marktteilnehmern zur Bestätigung vorherrschender Trends beitragen. Heuristiken werden angewandt, um komplexe Sachverhalte zu vereinfachen. Insbesondere die Repräsentativitätsheuristik kann zu einer Verstärkung bestehender Preisübertreibungen führen. Die Autoren sind der Ansicht, dass vor allem eine Verbesserung der Informationsbasis zur Reduzierung von Fehleinschätzungen durch Marktteilnehmer beitragen kann. Sowohl die Verfügbarkeit als auch die Qualität der Informationen spielen dabei eine Rolle. Ein weiterer Lösungsansatz betrifft die Risikoeinstellung und Kreditvergabe der Banken. In Boomphasen sollte das Risiko eines Crashs berücksichtigt werden.
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