Die vorliegende Studie zielt auf die Einschätzung der ökonomischen Stabilität der Haushalte in Deutschland ab. Ausgehend von der Betrachtung der unterschiedlichen Immobilienfinanzierungsregime wird anhand aggregierter und disaggregierter Haushaltsdaten die wirtschaftliche und finanzielle Situation der privaten Haushalte in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und den USA untersucht. Die Befunde zeigen ein gemischtes Bild. Greift man auf die Kennzahlen zum Verschuldungsgrad zurück, so stellen sich die Haushalte in Deutschland tendenziell widerstandsfähiger dar als die Haushalte in den Vergleichsländern. Allerdings ist die laufende Belastung der hiesigen Haushalte mit Immobilienkrediten im Verhältnis zum Einkommen vergleichsweise groß, insbesondere im unteren Einkommensquartil. Die hohe Belastung kann auf eine schnelle Tilgung der Kredite zurückzuführen sein. Bei Absorption ökonomischer Schocks kann dieser Umstand hinderlich sein, obwohl eine schnelle Rückführung der Kredite langfristig eher stabilisierende Wirkung ausübt.
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