Von 1977 bis 1983 - während jener Jahre, die ich an der Universität Göttingen, und ab 1983 an der Universität Karlsruhe (TH) lehrte, war ich Berichterstatter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Sonderforschungsbereiche (SFB). Als Nachfolger von Prof. Dr. Heinz Hartmann von der Universität Münster, dem ersten Berichterstatter aus dem Bereich der Sozialwissenschaften nach Gründung des SFB-Programms der DFG Ende der 1960er Jahre, war ich für zweimal drei Jahre in dieses "Amt" gewählt worden. Von einem "Amt" zu sprechen ist deshalb gerechtfertigt, weil sich die Zahl der aufzuwendenden Arbeitstage pro Jahr auf etwa 32 bis 35 belief. "Berichterstatter" sind Mitglieder des Senats- und des Bewilligungsausschusses für die SFBe und je nach ihrer Disziplin fachnah oder fachfern. Auch die fachfernen Berichterstatter haben erhebliches Gewicht, weil bei ihnen immer mögliche fachspezifische Befangenheiten und Rücksichtnahmen wegfallen. Nie wieder habe ich in meiner 36-jährigen Laufbahn als Hochschullehrer an interdisziplinär so spannenden Gremienarbeiten teilgenommen wie zu dieser Zeit. Die Berichterstatter lernten sich kennen; es konnten - und das war beim "Panel" bzw. Paneel, wie das SOEP DFG-intern genannt wurde, nicht unwichtig - "Allianzen" vorbereitet werden und kollegiale Verbundenheiten über die Fachgrenzen hinweg entstehen.
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