Im Mittelpunkt des Artikels steht die Frage nach dem Einfluss von Werten und Einstellungen der Menschen zu Technik und Wissenschaft auf die Innovationsfähigkeit eines Landes. Das gesellschaftliche Innovationsklima und die Innovationsfähigkeit sind mehrdimensionale Phänomene. Deshalb wird die für den Innovationsindikator des DIW Berlin erarbeitete Methodik genutzt, um ihre einzelnen Komponenten zu messen und schließlich auch zusammenzufassen. Datengrundlage zur Erfassung von Werten und Einstellungen sind die Ergebnisse repräsentativer Personenbefragungen. In den 17 hier untersuchten Industrieländern zeigen sich positive Korrelationen zwischen Indikatoren für einige Facetten des gesellschaftlichen Innovationsklimas, darunter besonders der Einstellungen zu Wissenschaft und Technik, und der Innovationsfähigkeit. Auch ist zu erkennen, dass das Vorhandensein von naturwissenschaftlich-technischen Grundkenntnissen sowie von Vertrauen in die Innovationsakteure ihrerseits positive Einstellungen zu Technik und Wissenschaft unterstützen. Deutschland liegt sowohl hinsichtlich seiner Innovationsfähigkeit als auch bei den Einstellungen der Bürger zu Wissenschaft und Technik im Mittelfeld der untersuchten Industrieländer.
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