Technologische Spezialisierungen und damit verbundene komparative Stärken nationaler Innovationssysteme ändern sich trotz zunehmender globaler Integration wirtschaftlicher Tätigkeiten nur langsam. Deutschland und Japan, die ähnlich industriebasierte Innovationsprofile aufweisen, haben relative stabile Innovationsstärken in höherwertigen Technologien. Begründet ist dies in der pfadabhängigen Entwicklung von Innovationssystemen und den daraus resultierenden komplementären institutionellen Arrangements, die Rate und Richtung des Innovationsgeschehens und damit Kompetenzbildung beeinflussen. Gleichzeitig können diese Settings jedoch auch innovative Entwicklungen in anderen, besonders den wissensintensiven Dienstleistungssektoren wie der Softwareindustrie behindern. Gerade für Deutschland und Japan wurde dies seit Mitte der 90er Jahre herausgearbeitet. Gleichwohl konnten sich weltweit erfolgreiche Sub-Sektoren etablieren: die Business-software-Industrie in Deutschland und die Game-software-Industrie in Japan. Wir gehen in diesem Beitrag den Ursachen hierfür nach und berücksichtigen dabei insbesondere die "Plastizität" von Pfaden.
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