In Europa ist innerhalb kurzer Zeit der weltweit größte Emissionshandel eingeführt worden. Politik, Behörden und Wirtschaft haben mit dem 2005 begonnenen CO2-Handel bereits wichtige Erfahrungen gesammelt. Mit der Erstellung der nationalen Zuteilungspläne und deren Prüfung durch die Europäische Kommission wird gegenwärtig die zweite Handelsperiode 2008-2012 vorbereitet, die zugleich die Verpflichtungsperiode nach dem Kyoto-Protokoll ist. Im November 2006 hat die Kommission mit ihrem Bericht zur Emissionshandelsrichtlinie die Weiterentwicklung für die Zeit nach 2012 angestoßen. Es sollte künftig insbesondere überprüft werden, ob durch längere Zuteilungsphasen die Kalkulationsbasis für Investoren verbessert werden könnte. Darüber hinaus sind Harmonisierungen von Anlagendefinitionen und Zuteilungsregeln zu diskutieren. Künftig könnten auch Versteigerungen von Emissionsrechten anstelle von Gratiszuteilungen eine größere Rolle spielen. Ausweitungen des Emissionshandels sind grundsätzlich erwünscht; dabei muss aber behutsam vorgegangen werden, damit die Integrität und Kosteneffizienz gewährleistet bleibt. Ein stabiler europäischer Emissionshandel ist ein wichtiger Schritt für die Errichtung eines globalen Marktes für Treibhausgasemissionen.
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