In Ostdeutschland wurde durch eine schnelle Privatisierung der Banken und den Wiederaufbau der finanziellen Basis der Unternehmen über die Treuhand, das mit dem Transformationsprozess einhergehende Problem der Durchsetzung harter Budgetrestriktionen unterbunden. Demnach wäre eine Angleichung ost- und westdeutscher Sparraten zu erwarten. Dies gilt umso mehr, als die Geschäftsbanken hier bereits mit dem Zusammenbruch des Sozialismus eine an Effizienz- und Risikokriterien orientierte Kreditvergabe durchsetzen konnten und zugleich das entsprechende banktechnische Know-How bereit stand. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu den anderen Transformationsökonomien. Dieser Artikel setzt sich mit zwei Ansätzen auseinander: den Initialbedingungen vor der Transformation sowie den mikro- und makroökonomischen Veränderungen, die möglicherweise die zu beobachtenden Unterschiede in den Sparquoten erklären können.
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